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Perspektivwechsel

Der Berliner Künstler Menno Aden zoomt sich heran an die Räume des Alltags. Und das mit akribischer Geduld und unzähligen zusammengesetzten Aufnahmen aus der Vogelperspektive.

Was schreibt man am ersten Tag des Jahres? das habe ich mich gefragt.

Als mir der Artikel von Menno Aden in die Hände fiel wusste ich es. Perspektivwechsel ist ein schönes Thema für einen Start ins neue Jahr. Wissen wir es doch alle, dass sich manche Probleme lösen lassen, wenn man einfach mal seinen Standpunkt verändert und sich in unbekannte Positionen begibt. In diesem Sinne möchte ich anregen zum Flexibelsein. Es lohnt sich.

Beim Betrachten der seltsam stillen – fast schon erstarrten- Momentaufnahmen aus Innenräumen spüre ich eine Neugierde mich ganz zu vertiefen in den Raum mit seinen Details. Wer lebt wohl hier? Was findet hier statt? Die Bilder regen mich an zum Nachdenken. Es sind fast immer menschenleere Fotos, die doch so viel preisgeben über den nicht sichtbaren Bewohner. Und das so, als wenn man oben drüber schwebt. Quasi als unsichtbarer Betrachter.

Fast fühlt man sich ein bischen schuldig beim unverhohlenen Einblick in die Privatsphäre und doch fühlt es sich gut an- so wie fliegen. Technisch gesehen sind seine Aufnahmen eine Herausforderung. Mit der Kamera auf einem Stativ direkt unterhalb der Decke und mit Fernauslöser wird der Raum Stück für Stück abgelichtet. Erst im Computer werden die vielen Einzelfotografien zusammengestzt, so dass es keine stürzenden Linien oder störende Fluchten gibt. Das Ergbenis sind perfekte Spiegelungen zum Thema Wohnen. Säuberlich seziert und durch den Perspektivwechsel transformiert zu einer Komposition.

Mehr von Menno Aden gibts hier.

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