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Ein Credo für die Schublade

Im Monat Januar schreibt ja jeder über das Aufräumen. So muss dann mein Beitrag zu einem tollen Hotel in Wien verschoben werden und ich widme mich auch diesem geliebt-gehassten Thema.

Marie Kondo heisst die Japanerin, die mit Ihrem Buch „Magic Cleaning“ ungeahnte Erfolge hat. Und das, in dem Sie den Menschen das Aufräumen beibringt. Ist schon verrückt. Ich habe das Buch gelesen und mir gedacht, dass Sie im Grunde das in Worte gefasst hat, was mich schon lange beschäftigt.

Jedem Ding einen Ort zu geben- das ist das ganze Geheimnis.

Besonders, wenn man nicht alleine lebt ist es die einzige Möglichkeit, dass wirklich alle Familienmitglieder wissen, wo das Tesafilm, die Taschentücher, Taschenlampen etc. sind. Und was dabei ungemein hilft sind SCHUBLADEN. Die Bedeutung von Schubladen ist den meisten gar nicht bewusst.

 

Bei meinen Stauraumkonzepten sind sie die Haupt-Player. Es gibt keine Schrankgräber mehr, Schranklawinen sowieso nicht und man kann nach Herzenslauna „Themen“ getrennt verstauen. In jedem Eingangsbereich oder Flur sollte ein „Schubladentower“ stehen- quasi als Wächter, der all die Dinge aufnimmt, die man ständig braucht. Schlüsselkiste, Handyfach, Taschentücher, Handschuhe, Schals, Kaugummis, Taschenlampen, Sonnenbrillen…die Liste wächst individuell. Ein kleiner Schubladencontainer allein macht noch nichts her. Man sollte dann schon die XXL Version in der Höhe wählen, so dass eine Art Turm entsteht. Oder eben auch die lineare Addition mehrere Schubladenboxen, so dass eine lange Struktur entsteht. Das macht Eindruck durch die Multiplikation und Menge der Schubladen. Eine schöne Abdeckplatte oben aufgelegt und es entsteht ein stylisches Möbel. Etiketten können Farbe ins Spiel bringen- der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Soweit die Dinge des täglichen Lebens. Auch im Kleiderschrank sollten die Schubladen die Organisationsgrundlage bieten. Was die wenigsten praktizieren ist das vertikale Positionieren von T-Shirts, Unterhemden etc. Gelernt haben wir das Stapeln von gefalteten Dingen. Problem ist nur, dass das nicht ordentlich bleibt, wenn man anfängt aus dem unteren Bereich zu entnehmen. Abhilfe schafft nur, dass man die Dinge kleiner rollt, so dass sie aufrecht wie eine „Wurst“ stehen und so von oben zu entnehmen sind.

 

Ideal ist es, wenn man die Schublade dann mit Fächern noch aufteilt. Das geht am günstigsten und individuellsten mit dicker Pappe, aus der man sich ein Raster einlegen kann. Selbst Socken werden so aufgewertet und die Bildung von Sockenhaufen mit verlassenen Einzelsocken (bei denen man immer hofft, dass der „Partner“ irgendwann wieder auftauchen wird) werden verhindert.

 

Als schöner „Nebeneffekt“ wird man bei dieser Methode auch erzogen, dass ein wesentlicher Teil von Ordnung ist, sich von alten Dingen zu trennen, die nicht mehr verwendet werden. Wenn man z.B. 16 Fächer für Socken hat ist das ja ausreichend für ein normales Leben. Kommen dann neue Socken dazu muss man sich von alten trennen. Ist eigentlich ganz einfach.

 

Wenn man es einmal geschafft hat, diese Struktur aufzubauen wird man sie nicht mehr missen wollen. Dieses Prinzip zieht sich idealerweise durch die ganze Wohnung. Es gibt einem ein gutes Gefühl, seine Zeit nicht mehr mit nervtötenden Suchaktionen zu verschwenden. Und ein schönes Bild gibt es allemal.

Ich wünsche mir klare und gemütliche Räume, die ordentlich, aber nicht steril sind. In solch einer Atmosphäre kann ich mich entspannen und ein kreatives Leben führen mit genügend Energie, die ich nicht mit Suchen verschwendet habe. In diesem Sinne verabschiede ich mich als Ihre Agentin für Schönheit. Bis bald hier in meinem Blog.

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