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Beziehungskiller Möbelhaus

Wer kennt das nicht, die streitenden oder etwas freundlicher ausgedrückt diskutierenden Pärchen im Möbelhaus – alle Altersklassen übrigens. Vielleicht haben Sie in letzter Zeit sogar Ähnliches erlebt? Über nichts lässt sich so trefflich uneinig sein wie übers Wohnen und übers Geldausgeben.

Dabei muss das gar nicht so sein. Klar, dass jeder zunächst mal individuelle Wünsche und Vorstellungen hat. Manchmal sind diese dann auch nicht sofort kompatibel mit dem Partner. Da braucht es einen, der die Ideen sammelt und zusammenführt. Am krassesten erleben das Menschen, die zusammenziehen. Konnten Sie vorher noch alles ausleben, wie es Ihren Vorstellungen entsprach, muss jetzt ein Kompromiss gefunden werden. Da prallen schon mal Welten aufeinander. Ideal ist es, wenn man sich vor dem Möbelkauf zunächst mal einen Plan macht, was genau angeschafft werden soll. Ich empfehle, dass man sich zunächst klar wird, welche Möbel behalten werden sollen, falls es durch die Wohnungszusammenlegung doppelte Exemplare gibt.

Hilfreich ist, wenn man sich klar macht, was z.B. im neuen Heim dann das Passende sein könnte. Gibt es z.B. mehrere Schränke, der eine schlicht weiss und der andere aus Kirschbaum, sollte man unbedingt berücksichtigen, ob der Raum Parkett hat. Ein Kirschholzschrank- ist er auch noch so toll- steht auf einem Eicheparkett nicht so ideal. Da könnte der weisse Schrank durch seine Neutralität besser zur Geltung kommen. Oder aber, wenn das alte Erbstück unbedingt mit soll, es sich aber mit dem Holzboden beisst, könnte man über einen tollen Teppich nachdenken, der den Übergang kaschiert.

Manchmal wirkt auch schon eine farbige Rückwand Wunder, die wie eine Art Passpartout für Möbel sein kann.

Nachdem man also den ersten schwierigen Entscheidungsprozess hinter sich gebracht hat hilft auch, dass man sich die ausgewählten Möbel in ihren Dimensionen mit Tesaband auf dem Boden markiert. So bekommt man schon ein Gefühl für den Raum.

Oft erlebe ich es, dass im Möbelhaus etwas erworben wird, das in seiner Dimension einfach nicht passt zu Hause. Im Musterzimmer des Möbelhauses wirkte es so stimmig und zu Hause eben nicht. Um das zu vermeiden hilft der Größencheque.

Ach ja, und dann kommt ja nur noch die Frage nach der Farbe des neuen Stücks. Da hilft es, dass man sich eine möglichst genaue Vorstellung der bestehenden Farben macht. Als eine Art Materialcollage. Vielleicht durch Handyfotos, die man hinzu ziehen kann. Eine nicht ganz einfache Aufgabe- zugegeben. Da braucht es schon etwas Erfahrung.

Und last but not least mein wirklich wichtigster Tipp: Bitte nicht alles auf einmal kaufen! Eine Einrichtung muss wachsen. Mit jedem neuen Stück gibt es wieder neue Erkenntnisse, mit denen man erst mal wohnen sollte. Besonders viele Fehler werden aus meiner Sicht diesbzgl. zum Thema Licht getroffen. Das ist ein noch komplexeres Thema, zu dem man sich idealerweise immer einen Ratgeber sucht. Dafür sind Leuchten einfach viel zu teuer, um hier Fehlkäufe zu tätigen. Schließlich ist der Hauptgemütlichkeitskiller schlechtes Licht. Aber dazu mehr demnächst. Ihre Susanna

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